Kurz vor dem Absprung…

Tag 2 bis 5

Die restlichen Tage verbrachte ich damit, das Alpenschneehuhn zu suchen.
Die Tage waren wechselhaft und immer wieder durchstreiften Nebelschwaden die Landschaft.

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Das Licht war immer zu interessant und verführte mich und meine Kamera immer wieder aufs Neue.

Ob am Morgen…alpen_schnee_04_homepage_1.jpg

Oder am Abend…alpen_schnee_09_homepage.jpg

So nutzte ich die Gelegenheit, ein kleines Wäldchen oberhalb der Baumgrenze, im Mondlicht und fein mit Neuschnee verpackt zu fotografieren.landschaft_schnee_03_homepage.jpg

Am dritten Tag begegnete ich drei Gämsen, die sich von meiner Anwesenheit überhaupt nicht aus der Ruhe bringen liessen. Ich störte sie nicht und sie mich nicht (☺) und so verbrachte ich einige Zeit bei den Tieren.

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Tag 4 war Snowboarden mit meinem Mädchen angesagt. Sie kam am Freitagabend hoch, um mit mir die restlichen Tage gemeinsam zu verbringen :-)

Am letzten Tag machte ich mir nochmals die Mühe und brach vor Sonnenaufgang ein allerletztes Mal zu den Alpenschneehühner auf – meine Freundin hat mich auf diese letzte Tour begleitet.
Leider blieb auch dieser letzte Versuch ohne Erfolg. Wir haben die ersten Sonnenstrahlen vom Morgen und die beeindruckende Bergkulisse, die sich uns zeigte, genossen und marschierten los und machten uns wieder auf den Rückweg.
Ich war sehr darüber enttäuscht, kein Huhn fotografiert zu haben. Als ich schon fast vor lauter Alpenschneehühnern im Kopf aufgegeben hatte, kam mir in den Sinn, dass ich ja den ungefähren Aufenthaltsort der Birkhühner kannte. Jedoch hatte ich wenig Hoffnung, da ich auch den Birkhühnern in den letzten nicht über den Weg gelaufen bin, so dass ich es für unmöglich hielt, eines der Hühner doch noch vor die Kamera zubekommen. 

Und tatsächlich, nach kurzem Check durch das Fernglas liessen sich 4 Birkhühner blicken. Sie verbrachten die Zeit typischerweise sitzend auf den Tannen, ein Hahn und drei Hennen. Ganz vorsichtig und langsam schlich ich mich durch Bäume und den Schnee hindurch, bis sich mir ein geeigneter Platz bot und die Tiere ungestört aufnehmen konnte – was für ein Erlebnis!

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So liess ich die fünf interessanten und sehr abwechslungsreichen Tage hinter mir.

Für mich waren es hier oben sicher nicht die Letzten! ☺

Denn das Berggebiet, welches ich regelmässig besuche, bietet so viel mehr als nur Gämsen und Steinböcke. Wenn man sich mit der Tierwelt und der Fauna vertraut macht, kann man so einiges entdecken. Und wenn man Fleiss und Zeit investiert, dann ist ein Erfolg  in greifbarer Nähe.
Denn Mut und Ausdauer, sowie Geduld und Präzision, gehören zu meinen Erfolgsfaktoren.

Eine Spur, egal ob als Abdruck im Schnee oder in der Erde, ja sogar Kot, lassen es einem immer wieder bewusst werden, dass hier oben die Tierwelt niemals am Ruhen ist - der Berg lebt!